VDH_Plakette_2014
ess1_l_w_mail_gift
           English Springer Spaniel
                vom Leiningerland
Zurück_NRessblank_1

Die wichtigsten Entwicklungsphasen unserer Hunde

 

1.-2. Lebenswoche:

Vegetative Phase

 

Das Leben des noch blinden Welpen besteht aus trinken, schlafen, Kot absetzen.

 

3. Lebenswoche:

Übergangsphase

 

Die Sinne der Welpen erwachen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist in besonderem Maße die Mutter-Hündin gefordert, welche ihre Welpen fürsorglich betreuen soll.

 

4.-7. Lebenswoche:

Prägungsphase

 

Bereits in diesem zarten Alter ist es von hoher Wichtigkeit, dass den Welpen im Schutze der Wurfgemeinschaft genügend Umweltanregungen (Kontakte zu unterschiedlichen Menschen, Geräusche in vielen Variationen) geboten werden. Der Züchter trägt im Umgang mit den Welpen und der Mutterhündin eine hohe Verantwortung. Dieser können insbesondere gewerbliche Hundezüchter/händler nicht gerecht werden.

 

8.-12. Lebenswoche:

Sozialisierungsphase

 

Nun kommt der Welpe idealerweise zum neuen Besitzer. Auch in der Natur würden die Welpen nun von der Mutter zum Vater „überwechseln“, der eine regelrechte Erziehung seines Nachwuchses vornimmt. Daher sind die jungen Hunde bereits von Natur aus darauf ausgerichtet, in eine positivautoritäre Atmosphäre einzutreten.

Vom ersten Tag an im neuen Heim sollen dem neuen, vierbeinigen Familienmitglied klare Grenzen aufgezeigt und auf die Einhaltung dieser Grenzen konsequent geachtet werden. Ausnahmen von der Regel kann ein Hund nicht verstehen und behindert den weiteren Lernfortschritt.

Ob diese Grenzen heißen: „Du darfst nicht in die Küche!“ oder „Du darfst nicht auf dem Sofa liegen!“ kann jede Familie selbst und nach eigenen Vorstellungen aufstellen. Allerdings sollte man bereits jetzt vorausschauend auf die Zeit des Zusammenlebens mit dem erwachsenen Hund planen. Mag das Hunde-„Baby“ sich auch noch so süß und wohlig im Bett seiner Besitzer ausstrecken, als erwachsener Hund, kann das meist nicht mehr toleriert werden. Und kein Hund der Welt könnte es verstehen, wenn eine Handlung, welche in der Jugend belächelt (und damit gelobt) wurde, plötzlich nicht mehr rechtens sein soll. Dann wird sich der Hund möglicherweise vehement zur Wehr setzen und die „alten Rechte“ wieder einfordern; Schwierigkeiten im Zusammenleben mit dem Hund sind so vorprogrammiert.

Von ausschlaggebender Bedeutung ist in diesem Alter das Zusammenführen der ungefähr gleichstarken Welpen in sogenannten Welpenschulen  oder Welpentreffs. Bei diesen Welpen-Spielstunden bieten die Hundesportvereine Hundehaltern die Möglichkeit, das Sozialverhalten der Hunde unter Artgenossen auszubilden. Dies trägt später maßgeblich zu einem friedlichen Verhalten der erwachsenen Vierbeiner bei.

Bereits ab der ca. 8. Lebenswoche sollte ein Hundehalter zu der Bindung seines Hundes zu ihm als Rudelführer arbeiten. Dies kann durch spielerische Übungen erfolgen. Durch kleine Übungseinheiten soll der junge Hund lernen, seinen Hundehalter stets im Blick zu behalten und auf dessen Anweisungen zu achten. Eine Art „unsichtbarer Leine“, geflochten aus Vertrauen, Respekt und Gehorsam, wird zu dem neuen Familienmitglied Hund aufgebaut.

 

Bereits in diesem Alter beobachtet ein Hund sehr genau, welche Rudelmitglieder in der Familie sich konsequent verhalten und welche sich durch einen flehenden Blick oder dauerndes Betteln am Tisch zu Inkonsequenzen hinreißen lassen.

 

ca. 13. Lebenswoche bis 5./6. Lebensmonat:

Rang- und Rudelordnungsphase

 

Nun begänne in der Natur die Zeit des Wanderns; das gesamte Rudel würde nun gemeinsam Beute erjagen und in einem fein abgestimmten Verhaltenskomplex erlegen. Auch unser Haushund wird sich nun immer weiter von uns wegtrauen und sich immer waghalsigere Experimente zutrauen.

Hier heißt es für den Hundehalter, wieder verstärkt auf die innere Bindung des Hundes zu seinem Menschen zu achten. Erste Gehorsamsübungen wie Sitz -  Platz – Steh  - Herankommen auf Ruf, sollten spätestens jetzt mit artgerechten Trainingsmethoden eingeübt werden. Der Hundehalter hat gerade im häuslichen Bereich stark darauf zu achten, dass seine Dominanz als Rudel-Chef dem Hund täglich deutlich gemacht wird.

 

7.-9. Lebensmonat:

Vorpubertät

 

Durch das Einsetzen der Geschlechtsreife und der damit verbundenen hormonellen Umstellung, wird unser Hund evtl. etwas aufmüpfiger werden. Wie auch bei der kindlichen Entwicklung gehört in dieser Pubertätszeit das flegelhafte Herausfordern der Leitperson einfach dazu. Mit Ruhe und klarer Konsequenz wird dem aufmüpfigen „Flegel“ Einhalt geboten.

Auch evtl. nun entstehendes Aggressionsverhalten gegenüber Artgenossen oder anderen Haustieren ist fachgerecht und schnell zu unterbinden. In den Hundesportvereinen stehen Hundehaltern kompetente Übungsleiter auch in dieser etwas schwierigen Zweit gerne zur Seite.

 

10.-15. Lebesnmonat:

Pubertät/Eintritt ins Erwachsenenalter

 

Wann ein Hund tatsächlich erwachsen wird, kann nicht auf den Tag oder die Woche genau bestimmt werden. Grundsätzlich gilt die Regel, je kleinwüchsiger ein Hund ist, desto schneller ist seine körperliche Entwicklung abgeschlossen, je großwüchsiger ein Hund, desto länger benötigt er auch, um auszuwachsen.

Ist die Jugendentwicklung des Hundes nach den genannten Empfehlungen positiv verlaufen, so wird Ihr Hund zu einem gehorsamen, freundlichen Familienhund, der sich gut in das „Familien-Rudel“ integriert. Durch die ausgiebige weitere Beschäftigung, z.B. in den verschiedenen Hundesportdisziplinen, die in den verschiedenen Vereinen angeboten werden, wird dem Hund die Möglichkeit gegeben, sich körperlich auszutoben und fit zu halten. Gleichzeitig fördern unterschiedliche Anregungen und das häufige Erleben von neuen Umwelteindrücken die geistige Ausgeglichenheit des Hundes. Damit hat der Hundefreund als verantwortungsbewusster Hundehalter seinen Hund bewusst tiergerecht erzogen.

 

Zurück_NRessblank_1
[Home] [News] [Über uns] [Rasseportrait] [Unsere Hunde] [Welpen] [zu vermitteln] [Fotogalerie] [Würfe] [Infos] [Hundesport] [Kontakt] [Links] [Impressum]